Cloud Computing / Cloud Commerce

Cloud-Computing (selten auch: Rechnerwolke) umschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen
(z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten oder auch fertige Software) dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk oder das Internet zur Verfügung zu stellen. 

Vereinfacht kann das Konzept wie folgt beschrieben werden


Ein Teil der IT-Landschaft wird auf Nutzerseite nicht mehr selbst betrieben oder örtlich bereitgestellt, sondern bei einem oder mehreren Anbietern als Dienst gemietet. Die Anwendungen und Daten befinden sich dann nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern in der metaphorischen Wolke (engl. ‚cloud‘).

 

 

 

Software as a Service, kurz SaaS, ist ein Teilbereich des Cloud Computings. Für die Nutzung wird ausschließlich ein internetfähiger PC sowie die Internetanbindung an den externen IT-Dienstleister benötigt. Der Zugriff auf die Software wird meist über einen Webbrowser realisiert. Für die Nutzung und den Betrieb zahlt der Servicenehmer eine nutzungsabhängige Gebühr. Durch das SaaS-Modell werden dem Servicenehmer die Anschaffungs- und Betriebskosten teilweise erspart. Der Servicegeber übernimmt die komplette IT-Administration und weitere Dienstleistungen wie Wartungsarbeiten und Updates. 

SaaS-Modellen, wie dem Cloud-Commerce, werden eine immer größere Bedeutung eingeräumt. Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostizierte für 2011 einen Umsatz von 12,1 Milliarden US-Dollar. Dies bedeutet ein Anstieg um 20,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2010: 10 Mrd. Dollar). Der nordamerikanische Markt stellt dabei die größte Nachfrageballung dar (2011: 7,7 Mrd. Dollar). 

 

Vor- und Nachteile von Cloud-Commerce aus Sicht des Servicenehmers

Cloud-Commerce bietet klein- und mittelständischen Unternehmen eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber dem traditionellen Lizenzkauf und dem eigenen Betrieb einer IT-Infrastruktur.


Vorteile
  • Geringes Investitionsrisiko
  • Transparente IT-Kosten
  • Beschleunigte Implementierung
  • Verringerung der IT-Prozesskomplexität
  • Mobilität
  • Konzentration auf das Kerngeschäft

Ein Vorteil ist die Auslagerung der Prozesskomplexität, indem Wartungsarbeiten, Updates und weitere IT-Aufgaben durch den Servicegeber übernommen werden. Der Softwarezugriff über das Internet sorgt für eine hohe Mobilität, da der Servicenehmer zeit- und ortsunabhängig auf das System zugreifen kann. Mit einer ausgelagerten IT-Infrastruktur können sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft bzw. die Wertschöpfung konzentrieren, und somit die lästigen IT-Aufgaben umgehen. Damit ist die IT ein leicht zu handhabendes Gebrauchsgut, um Wachstum, Flexibilität, Wettbewerbsfähigkeit und somit auch die Existenz des Unternehmens zu sichern.


Nachteile
  • Abhängigkeit vom Servicegeber
  • Geringere Anpassungsmöglichkeiten
  • Daten- und Transaktionssicherheit

Als Nachteil von Cloud-Commerce Software ist zu werten, dass sich die Servicenehmer in einem Abhängigkeitsverhältnis befinden, da der Kunde nicht Eigentümer der Software ist. Es besteht die Gefahr, dass der Servicegeber das System aus einem bestimmten Grund (z.B. bei Insolvenz) abschaltet. Die SaaS-Lösungen sind meist standardisiert, sodass es wenige Anpassungsmöglichkeiten des Funktionsumfangs gibt.

 

Vor- und Nachteile von Cloud-Commerce aus Sicht des Servicegebers

Auch für den Servicegeber ergeben sich durch Cloud-Commerce Vor- und Nachteile, die nachfolgend beschrieben werden:


Vorteile

  • Erweiterung des IT-Leistungsangebots und Erzielung zusätzlicher Umsatzerlöse
  • Längerfristig gesicherte Einnahmen und bessere Liquiditätsplanungsoption
  • Geringere Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Softwarepiraterie

Der Servicegeber hat die Möglichkeit sein IT-Leistungsangebot zu erweitern und somit weitere Erlöse zu generieren. Da der Servicenehmer meist monatliche Gebühren für die Nutzung der Software zahlt, können längerfristiger Einnahmen gesichert und somit auch die Liquidität besser geplant werden. Außerdem werden weniger Verluste durch die Software-Piraterie erzielt, da die Software zentral beim Servicegeber verwaltet wird. 


Nachteile

  • Investitionsrisiko
  • Akzeptanzprobleme auf dem IT-Markt
  • Möglicher Imageschaden und Umsatzverluste

Der Cloud-Commerce Anbieter hat das Problem des hohen Investitionsrisiko, sollte die Software vom Kunden nicht wie erwartet angenommen werden. Zudem muss er beim Kunden Überzeugungsarbeit leisten, da derzeitige Akzeptanzprobleme oft mit den Nachteilen begründet werden.


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